Action und Abenteuer

Karl der Wikinger
- Band 1: Das Schwert Eingars

von Henry Bulmer, Michael Moorcrock und Don Lawrence
Panini - HC mit 96 S.
lieferbar ab Juni 2017

Ein Kleinod der Comicgeschichte

Das Frühwerk des "Trigan"- und "Storm"-Zeichners Don Lawrence schildert die Abenteuer eines außergewöhnlichen Helden, der als angelsächsicher Säugling von Nordmännern geraubt wurde und als Adoptivsohn des Wikingerfürsten Eingar zu einer wahren Legende der kriegerischen Seefahrer aus dem eisigen Norden heranwachsen sollte ...

Deutsche Erstveröffentlichung!

Jugurtha Gesamtausgabe
- Band 1

von Hermann und Vernal
Finix-Comics - HC mit 204 S.
lieferbar ab Mai 2017

Wann gehen Geschichten in Legenden über? Und an welchem Punkt gelingt es der Fiktion, an die Realität anzuknüpfen? In genau diesem magischen Zwischenraum entfalten sich die Geschehnisse um Jugurtha, den Prinzen von Numidien, der im 2. Jahrhundert v. Chr. das mächtige antike Rom ins Wanken brachte.

Inspiriert durch zahlreiche numidische Legenden und aus dem Werk des römischen Geschichtsschreibers Sallustius Bellum Iugurthinum schöpfend, präsentiert uns Jean-Luc Vernal eine rebellische Heldenfigur, deren fantastische Abenteuer den Leser in die vorchristliche Welt der Antike von Afrika bis Asien entführt. Das Ergebnis ist ein actiongeladenes Epos, prächtig in Szene gesetzt zunächst von Hermann und später von Franz.

Der erste Band dieser Gesamtausgabe enthält die folgenden Alben:
• Der Löwe der Wüste
• Die Maske des Krieges
• Die Nacht der Skorpione
• Die vergessene Insel

Alix Gesamtausgabe
- Band 1

von Jacques Martin
Egmont Comic Collection - Hardcover mit 208 S.
lieferbar ab Apr. 2017

Gesamtausgabe des Comic-Meilensteins

Alix, der Sohn eines gallischen Häuptlings wird gefangen genommen, versklavt und gelangt über den Orient bis nach Rom. Dort wird er von einem wohlhabenden Bürger adoptiert. Es gelingt ihm die Gunst des Cäsars zu erlangen, der ihn fortan mit wichtigen Missionen inner- und außerhalb des gigantischen römischen Reichs betraut. Dieser Klassiker der französisch-belgischen Comicgeschichte führt den Leser nach Germanien, Afrika, Mesopotamien, Kleinasien und sogar bis nach China. Alix‘ Abenteuer bestechen dabei durch ihre Detailverliebtheit und historische Genauigkeit.

Die Gesamtausgabe Nr. 1 enthält alle von Jaques Martin gestalteten Alix Alben, ergänzt durch einen redaktionellen Teil, mit zahlreichen Hintergrundinformationen zur Entstehung dieses Comic-Meilensteins.

Alexander der Große
- Band 1: Der Sohn der Schlange

von Eri Heiligendorff
Kult Comics - HC mit 96 S.
lieferbar ab Apr. 2017

Mythische Geschichten ranken sich um Alexanders Geburt. Schon seine Eltern begründeten ihre Königswürde damit, dass ihre Familien von göttlicher Abstammung seien. Auch Alexander wächst mit dem Glauben auf, als Sohn eines Gottes auf eine besondere Aufgabe vorbereitet zu werden.

Julie Wood Gesamtausgabe
- Band 1

von Jean Graton
Zack Edition - HC mit 176 S.
lieferbar ab Mrz. 2017

Dieser erste Band der Gesamtausgabe von Julie Wood kombiniert die Alben: „Ein Mädchen namens Julie Wood“, „Wehr dich, Julie“ und „500 Verrückte am Start“.
Zusätzlich enthält dieser Band 25 redaktionelle Seiten – prall gefüllt mit interessanten Hintergrundinformationen.

Julie Wood schreckt vor nichts zurück! Verbissen fährt die hübsche 16-jährige Blondine Motorrad und Motocross. Nichts kann sie stoppen, sobald sie sich entschieden hat an einem Wettbewerb teilzunehmen – weder die Gefahren des Rennens, die schmutzigen Tricks ihrer skrupellosen Konkurrenten, noch das Macho-Verhalten der Rennelite, die ihr immer wieder Durchsetzungsvermögen und Willenskraft abfordern, um dem Sieg entgegenzufahren.

Ich habe … getötet
- Band 1: Abel

von Serge Le Tendre
Splitter - Hardcover mit 64 S.
lieferbar ab Mrz. 2017

Mord und Totschlag haben immer wieder die Geschichte der Menschheit geprägt, seit Anbeginn der Zeiten. Manchmal markieren sie sogar Schlüsselmomente, Wendepunkte der Historie, und die womöglich weitreichenden Folgen sind auf ewig mit dem Namen der Opfer verbunden – nur sehr selten dagegen mit denen der Täter, sofern man sie überhaupt kennt. So hat wohl jeder schon mal von dem Mord an Erzherzog Franz Ferdinand oder John Lennon gehört.

Schon der erste Band »Abel« fällt allerdings ein bisschen aus dem Rahmen, beleuchtet Serge Le Tendre (»Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit«) hier doch den Ur-Mord, den Kain laut Bibel an seinem Bruder beging. Eine Ausnahmeserie.

Jagd auf Jessica
- Band 1: Lust und Gewalt

von Jean Dufaux und Renaud
Schreiber & Leser - Hardcover mit 168 S.
lieferbar ab Mrz. 2017

Es ist düster geworden in Jessica Blandys Welt...

Jessica Blandy ist als Krimi-Autorin erfolgreich, denn sie lässt sich auf das Leben und die Liebe ein. Sie hat intensive Beziehungen mit Männern und Frauen, unerschrocken setzt sie sich Brutalität, Perversionen und Verbrechen aus. Immer wieder geht Jessica an die Grenzen - und darüber hinaus. Damit hat sie sich Freunde und Feinde gemacht. Und Todfeinde.

Black Magick
- Band 1: Das Erwachen

von Greg Rucka und Nicola Scott
Splitter Verlag - Hardcover mit 136 S.
lieferbar ab Mrz. 2017

Detective Black Rowan arbeitet für das Raub- und Morddezernat in Portsmouth, doch das ist nicht alles, was ihr Leben ausmacht, denn Black Rowan ist eine Hexe, deren Existenz von einem großen Mysterium umgeben ist… Wer sie einst war und wer sie sein wird. Doch auch andere wissen um ihre magischen Kräfte und wo immer Macht ist, weckt diese Begehrlichkeiten.

Der Eisner-Award-Gewinner Greg Rucka (Lazarus, Whiteout, Gotham Central) und Superstar-Zeichnerin Nicola Scott (Birds of Prey, Secret Six, Earth 2) präsentieren mit Black Magick eine Gothic-Noir-Serie, in der es um Schicksal, Erlösung und den Preis der Magie geht.

Samurai Gesamtausgabe
- Band 1

von Jean-François Di Giorgio und Frédéric Genêt
Splitter Verlag - Hardcover mit 160 S.
lieferbar ab Mrz. 2017

Im Japan zu Zeiten der Samurai bahnt sich ein folgenschweres Drama an: General Akuma, eine der einflussreichsten Persönlichkeiten im Reich, scheint fest entschlossen, den Kaiser zu verraten und selbst an dessen Stelle zu treten, obwohl beide ein düsteres Geheimnis eint: der dreizehnte Prophet. Derweil zieht der schweigsame Takeo, ein Ronin (ein Samurai ohne Herr) durch das Land, auf der Suche nach seiner Herkunft und begleitet lediglich von einem Schüler. Als sie jedoch einer Gruppe Reisender zu Hilfe kommen, die gerade von Räubern überfallen wird, ändert das ihr Schicksal grundlegend. Ein packendes Epos, das dramatische Action, eine fremde Kultur und exotische Landschaften perfekt zu einem einzigartigen magischen Abenteuer verschmilzt.

Djinn
- Band 13: Kim Nelson

von Ana Miralles und Jean Dufaux
Schreiber & Leser - Hardcover mit 56 S.
lieferbar ab Jan. 2016

Mit Kim Nelson, der jungen Britin, und im Istanbul der Jetztzeit fing alles an: Kim suchte nach den Spuren ihrer Großmutter, der Djinn Jade. Nun ist Kim der Einladung des geheimnisvollen Mr. Prim in den Palast von Eschnapur gefolgt, der dem Verfall Preisgegeben ist. Die kindliche Saru, deren Fluch es ist, nicht altern zu können, hat die Enkelin der Djinn um Hilfe gebeten.
Doch Kim hat im Palast einen Widersacher - ihren alten Peiniger Ebu Sarki, der sie damals in Istanbul zur Prostitution mit 30 Freiern gezwungen hatte...

Abschlussband der Serie.

Sara Lone
- Band 1: Pinky Princess

von Erik Amoux und David Morancho
All Verlag - Hardcover mit 48 S.
lieferbar ab Dez. 2016

Es gibt Tage, an denen macht das Leben einem keine Geschenke...

Eine junge Frau mit lasterhafter Vergangenheit wird des Totschlags an ihrem Chef beschuldigt. Als auch noch ihr Vater brutal ermordet wird, die Mafia ein Kopfgeld auf sie aussetzt und Bundesagenten ihr auf den Fersen sind, findet sie sich in einem zerstörerischen Räderwerk gefangen, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint…
Unvermittelt ist sie mitten in ein heimtückisches Komplott gestolpert, das seinen Höhepunkt in den Straßen von Dallas an einem schmuddeligen Nachmittag im November 1963 erreichen wird...

Preacher

von Steve Dillon (Zeichnungen) und Garth Ennis (Text)
bei Panini Verlag

Jesse Custer, ein dubioser Prediger, der den Glauben an Gott verloren hat, Tulip O'Hare, eine junge Frau, die vor ihrer Vergangenheit flieht, und Cassidy, ein irischer Vampir, der etwas Abwechslung in seinen Speiseplan bringen möchte, sind die Hauptakteure der amerikanischen Comicserie Preacher. Allerdings nur die sichtbaren Hauptakteure. Denn die Geschichte beginnt nicht auf dieser Welt: Was geschieht, wenn ein Engel und ein Dämon zusammenkommen, sich lieben und als Ergebnis dieser Zusammenkunft ein Wesen namens ‚Genesis‘ das Licht des Himmels/der Hölle erblickt? Dieser Frage gehen Zeichner Steve Dillon und Texter Garth Ennis in ihrem Comic nach, allerdings weniger auf einer philosophischen oder religiösen als auf einer fantasy-action Ebene.

Zu Beginn der Geschichte flieht Genesis vom Himmel auf die Erde und schlüpft in die Gestalt des Predigers Jesse Custer. Dies geschieht nicht ganz lautlos und unauffällig, bei der Übernahme des menschlichen Körpers wird durch einen riesigen Feuersturm die ganze Gegend vernichtet und der Preacher selbst schwerverletzt von einer zufällig vorbeikommenden Autofahrerin gerettet. Diese entpuppt sich als seine ehemalige Freundin Tulip O'Hare. Genesis, jetzt in Gestalt des Preacher, erweist sich als genau die gespaltene Persönlichkeit, die man von einem Wesen mit derartigen ‚Eltern‘ erwarten kann. Eine extreme Mischung aus Gut und Böse, dazu ausgestattet mit übersinnlichen Kräften. Sein Ziel ist es, sich mit einer menschlichen Seele zu vereinen, um so das Ende der himmlischen Macht herbeizuführen. Um das zu verhindern, wird von den Engeln der "Heilige der Killer" losgeschickt: Er soll Genesis töten.

Das ist die Ausgangsposition für eine Comicserie, die eine fulminante Abfolge von Abenteuern in amerikanischer Roadmovie-Tradition bietet. Denn zusammen mit Cassidy, dem Vampir, beginnt für Jesse und Tulip ein Höllentrip quer durch die USA. Ob sie es in New York mit einem Serienkiller zu tun haben, in San Francisco auf eine jahrtausendalte, religiöse Geheimgesellschaft stoßen, die sich auf den Jüngsten Tag vorbereitet, oder in den Sümpfen von Louisiana mit der verrückt gewordenen Großmutter von Jesse Custer konfrontiert werden. Überall lauern Wahnsinn, Tod und Vernichtung, überall lassen sie rauchende Trümmer zurück. Vor ihnen liegt stets eine ungewisse Zukunft.

Preacher ist vom Panini Verlag in einer wunderschönen neunbändigen Hardcover-Ausgabe publiziert worden. Eine wahrhaft gelungene Mischung aus Action und Horror mit Western- und Fantasy-Anleihen.

Michel Vaillant

von Jean Graton und anderen Künstlern
bei Zack Edition

Michel Vaillant ist eine der typischen Abenteuerserien, die in den 60er Jahren groß herauskamen, als in Deutschland die erfolgreiche Zeit der Flieger- und Rennfahrer-Comics begann. Zeichner Jean Graton, selber fanatischer Anhänger des Automobilsports, begann bereits 1957, seinen Helden über die Pisten der Welt zu schicken, doch es dauerte bis 1965, ehe der Rennfahrer in dem Magazin Mickyvision auch hierzulande einem größeren Publikum bekannt wurde.

Die Hauptfigur der Serie ist der Formel 1-Pilot Michel Vaillant, der einer Rennsport-Dynastie entstammt. An der Spitze des familieneigenen Automobilkonzerns stand der Patriarch Vater Henri, während Michels Bruder Jean-Pierre Leiter der Konstruktionsabteilung war. Den Frauen in der Familie blieb lange Zeit nur der Platz als treusorgende und sich im Hintergrund aufhaltende Gattinnen. Lange Jahre hing die Serie einem sehr, sehr traditionellem Rollenverständnis nach. Als emanzipiert konnte man die Rollenverteilung im Hause Vaillant wahrlich nicht bezeichnen. Natürlich lag das aber auch an der allgemeinen gesellschaftlichen Einstellung dieser Jahrzehnte, „es war halt einfach so“.
In den aktuelleren Geschichten der bis heute erscheinenden Serie lässt sich auch durchaus eine etwas modernere Einstellung feststellen.

Die Faszination, die Michel Vaillant beim interessierten Publikum bis heute auslöst, liegt neben der Rennsport-Thematik in erster Linie an den realistischen Zeichnungen. Graton (und die nachfolgenden Zeichner) schoss Unmengen von Fotos von allen wichtigen Rennstrecken der Welt, inklusive der Umgebung und aufgestellter Reklametafeln. Er fotografierte während der Rennen und besorgte sich damit authentische Rennszenen, die er für die Produktion seiner Geschichten benutzte und somit fast fotorealistische Bilder von den Kursen und Boliden schuf. Genaue Konstruktionspläne mit exakt recherchierten Details wurden und werden in den Alben seitenlang ausgebreitet und lassen den lesenden Rennsportfan tatsächlich einen Blick hinter die in der Wirklichkeit ja sehr geheime Welt der Rennwagenkonstruktion werfen. Ganz eindeutig interessierte sich Graton mehr für die technische Seite des Geschehens als für die menschliche. Obwohl auch in dieser Hinsicht der starke Bezug zur Wirklichkeit bemerkenswert ist. Michel Vaillant und sein amerikanischer Freund Steve Warson hatten und haben es bei ihren Rennen nämlich mit der echten Weltspitze der Rennfahrer zu tun. Ob Jackie Stewart, Niki Lauda, Ayrton Senna, Michael Schumacher oder Damon Hill, sie sind gegen alle gefahren. Jackie Ickx soll auf die Frage, ob seine Person in einer Geschichte eingesetzt werden dürfe, wobei er allerdings von Michel Vaillant geschlagen werden würde, geantwortet haben: "Zweiter hinter Michel Vaillant soll mir recht sein!"

Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure

von Albert Uderzo, Jijé, Jean-Michel Charlier und anderen Künstlern
bei Egmont Comic Collection

Als sich in Deutschland in den 60er Jahren bei Kindern und Jugendlichen ein Interesse für realistische Abenteuercomics herauskristallisierte, waren es neben der Rennfahrer-Serie Michel Vaillant von Jean Graton, vor allem die Flieger-Comics, die Aufmerksamkeit erregten. Buck Danny von Victor Hubinon (Zeichnungen) und Jean-Michel Charlier (Text), Dan Cooper von Albert Weinberg sowie Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure hießen ihre bekanntesten Vertreter. Auch bei letztgenannter Serie war Jean-Michel Charlier, einer der produktivsten Autoren des klassischen franko-belgischen Comics, als Szenarist tätig. Der nicht gerade als fortschrittlich geltende Belgier hatte bereits in die ersten der ab 1947 erschienenen und im 2. Weltkrieg spielenden Buck Danny-Abenteuer starke nationalistische Tendenzen eingebracht. Ohne Übertreibung und genau in dieser Plattheit und Verallgemeinerung galt: Damals war ‚der Japaner‘ noch böse.

Für die 1959 entstandene Fliegerserie Tanguy und Laverdure schloss sich der begeisterte Hobby-Flieger mit dem Zeichner Albert Uderzo zusammen. Dieser hatte etwa zur gleichen Zeit mit dem Texter René Goscinny einen Funny-Comic entwickelt, der im Folgenden eine gewisse Berühmtheit erlangte: Asterix. Dem Zeichner gelang das seltene Kunststück, gleichzeitig sowohl realistisch gezeichnete als auch lustige Comics zu produzieren, was allerdings nach acht Alben arbeitstechnisch nicht mehr machbar war. Tanguy und Laverdure wurde 1966 von Jijé übernommen.

In der Serie geht es um die Busenfreunde Michel Tanguy und Ernest Laverdure, die beide als Piloten bei der französischen Luftwaffe tätig sind und von einem Abenteuer ins nächste stürzen. Sie müssen sich mit Spionagefällen, Intrigen oder Sabotageakten auseinandersetzen, wobei aber, neben der Spannung, immer auch Platz für Romantik und Humor bleibt. Für die Gefühle ist dabei eher der schöne und starke Held Tanguy zuständig, während die humoristischen Einlagen meistens von dem etwas trotteligen und weniger attraktiven Laverdure beigesteuert werden.

Neben der Schilderung des abenteuerlichen Soldatenlebens legte Charlier bei seinen Szenarien stets auch großen Wert auf die technischen Aspekte der Fliegerei. Genaue Konstruktionspläne sind ebenso in die Geschichten integriert wie Daten und Fakten zu den einzelnen Maschinen.

Für Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure gilt: gut gezeichnete und erzählte Abenteuercomics. Bei der ideologischen Ausrichtung sollte man schon beide Augen offenhalten, aber auch eins zudrücken können.

Pin-Up

von Philippe Berthet (Zeichnungen) und Yann (Text)
bei Salleck Publications

Worum geht es in den ersten Bänden? - Dottie und ihr Freund G.I. Joe, der 1942 in den Krieg gegen die Japaner ziehen muss, haben sich als Zeichen ihrer unzerstörbaren Liebe die Buchstaben ‚R.P.H.‘. eintätowieren lassen, die als Abkürzung für ‚Remember Pearl Habour‘ stehen.

Während Joe auf den fernen Philippinen die ganze Brutalität des Krieges erfährt, lernt die in der Heimat wartende Dottie den Comiczeichner Milton kennen, der ein Modell für ein Pin-up-Girl sucht. Milton wurde vom Kriegsministerium damit beauftragt, eine Comicstrip-Serie für die amerikanischen Soldaten zu zeichnen, in der eine rätselhafte, vampartige Schönheit namens ‚Poison Ivy‘ den Kämpfern in der Ferne den Kopf verdrehen und gleichzeitig Mut einflößen soll. Das geheimnisvolle ‚R.P.H.‘, dessen Bedeutung außer Dottie und G.I. Joe niemand kennt, macht die eher schüchterne und zurückhaltende Frau zur idealen Besetzung für diese Rolle. Der Comic über ‚Poison Ivy‘ wird bei den US-Soldaten zu einem großen Erfolg und auch Joe, der auf einer kleinen Pazifikinsel mittlerweile Leutnant John F. Kennedy (!) kennengelernt hat, liest die Strips mit wachsender Begeisterung, weiß er doch als einziger um den Hintergrund der Figur und ihrer geheimnisvollen Tätowierung. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse...

Der realistisch gestaltete und in drei Bänden abgeschlossene erste Zyklus der Franzosen Philippe Berthet und Yann, der u. a. auch als Texter für die Marsupilami-Abenteuer verantwortlich zeichnete, ist in erster Linie eine Hommage an einen der ganz großen Künstler des in den 30er und 40er Jahren noch jungen Abenteuercomics: Milton Caniff. Der Amerikaner erzeugte seinerzeit in seinen Serien Terry and the Pirates und Steve Canyon mit seiner expressionistischen Schwarz-Weiß-Technik und dem virtuosen Einsatz von Licht- und Schatten-Effekten eine beispiellose atmosphärische Dichte.

Doch Pin-Up ist nicht nur als Hommage und Abenteuergeschichte zu verstehen. Der Comic beschreibt darüber hinaus auch das Amerika der 40er Jahre mit seiner verlogenen Moral. Während auf der Oberfläche der saubere Schein einer heilen Welt vorgegaukelt wird, die den Krieg verharmlost und die eigenen Ideale verherrlicht, wüten darunter Verbrechen und Perversion. Kommt einem auch heute noch irgendwie bekannt vor …

Der große Erfolg der ersten Bände sorgte dafür, dass die Serie bis heute fortgesetzt wird. Auch nach zehn Alben hat Pin-Up nichts von seiner Faszination eingebüßt.

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